Life Science und Biotechnologie

Der Sektor Life Science und die Biotechnologiebranche haben sich weltweit, basierend auf einem in den letzten 30 Jahren exponentiell ansteigenden Erkenntnisgewinn, zu einem unverzichtbaren Industriezweig etabliert. Heute erreicht praktisch kein neues Medikament mehr den Markteintritt, bei dem nicht in irgendeiner Stufe der Entwicklung biotechnologische Methoden zur Anwendung kommen.

Die deutsche Biotech-Branche konnte im Krisenjahr 2009 ihren Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres halten. Das sogenannte Kernsegment - Biotech-Unternehmen,die ihren Stammsitz in Deutschland haben, erreichte  mit 960 Mio. EUR exakt den Vorjahreswert. In einer erweiterten Betrachtung in der u.a. auch in Deutschland ansässige Tochterfirmen ausländischer Biotech-Unternehmen erfasst sind, stieg der Umsatz um weniger als 1% von 2.19 Milliarden EUR auf 2,2 Milliarden EUR. Die deutschen börsennotierten Biotech-Unternehmen steigerten ihren Umsatz um 7% von 212 auf 226 Mio. EUR.

Die Zahl der Unternehmen blieb im Kernsegment mit 387 nahezu auf dem Niveau des Vorjahres mit 386. Im erweiterten Segment war ein Anstieg um 30 Firmen auf 531 Unternehmen zu verzeichnen.

Die Zahl der Beschäftigten stieg im Kernsegment um 1% auf 9.861, im erweiterten Segment um 3% auf 14.950.

Die F&E Ausgaben sind im Kernsegment jedoch um 6% als Reaktion auf knapper werdendes Kapital gesunken, im erweiterten Segment mit 1,06 Mrd. EUR nahezu gleich geblieben.

Die Zahl der Wirksstoffe in der Medikamenten-Entwicklung ist bei den deutschen Biotech-Unternehmen um 8% auf 340 gestiegen. In der klinischen Prüfung (Phase I - III) befinden sich derzeit 141 Wirkstoffe - etwas mehr als im Vorjahr mit 135. Dabei ist in den Phasen II und III die Zahl der Wirkstoffkandidaten um 17% von 85 auf 99 gestiegen.

Durch eine robuste präklinische Pipeline ist auch der Nachschub mit 197 neuen Produktkandidaten (+ 12%) gesichert.

Jedoch leidet die deutsche Biotech-Branche weiterhin sehr stark unter der schwierigen Finanzierungssituation. Nach dem schmerzhaften Absturz der Eigenkapitalfinanzierungen im Jahr 2008 um 45% ist die Eigenkapitalfinanzierung im Jahr 2009 erneut um 51% eingebrochen.

Dieser Einbruch traf jedoch nur die privaten Unternehmen, die mit einem Rückgang von 66% nur noch 69 Mio. EUR von Risikokapitalgebern oder Private Equity Investoren erhielten (Vorjahr 203 Mio. EUR). Börsennotierte Unternehmen konnten den Abwärtstrend aufhalten. Sie legten im Rahmen von Sekundärfinanzierungen um 10% zu.

Auswege aus dem Finanzierungsengpass bieten neue Formen von Kollaborationen und strategischen Partnerschaften zwischen Biotech- und Pharma-Unternehmen. Biotech-Unternehmen leiden unter chronischer Finanzschwäche, sind aber innovationsstark. Umgekehrt haben Pharma-Unternehmen bei einer vergleichsweise komfortablen finanziellen Ausstattung an Innovationskraft eingebüßt und sind stark unter Kostendruck geraten. Dies motiviert sie, Teile ihrer F&E Aktivitäten auszulagern und mittels Partnerschaften mit Biotech-Unternehmen Zugang zu Innovationen zu suchen.

Details entnehmen Sie bitte der Studie "Fallstrick Finanzierung. Deutscher Biotechnologie-Report 2009" von Ernst&Young, den sie hier erhalten: link


Die Pharmaindustrie hat die Entwicklung des Biotechnologiesektors erkannt und verstärkt die Akquise von Biotechnologie Unternehmen und Kooperationen, wobei das Technologie Scouting eine wesentliche Rolle spielt.

Die Grenzen zwischen pharmazeutischen und biotechnologischen Unternehmen verschwimmen zusehends.

Die Unternehmen des Bereiches Life Science / Biotechnologie sehen sich jedoch auch mit immer neuen Herausforderungen konfrontiert.

Der verschärfte weltweite Wettbewerb, Gesundheitsreformen und ständig zunehmende regulatorische Anforderungen steigern den Druck in der klinischen Entwicklung neuer biotechnologisch hergestellter Wirkstoffe und Verfahren. Weitere Themen, die die Geschäftsleitung von Life Science und Biotech Unternehmen beschäftigen, sind die Anpassung von Firmenstrukturen, die Optimierung der Unternehmensprozesse, die Kapitalbeschaffung für Entwicklung und Unternehmenswachstum sowie das strategisch richtige Vorgehen bei Fusionen, Akquisitionen, Ausgründungen und Kooperationen.

Ebenso haben Wissenschaftler an Universitäten und Forschungseinrichtungen erkannt, dass zum Aufbau eines Spin-Offs weit mehr gehört als nur vielversprechende Forschungsergebnisse, exzellente Veröffentlichungen und Produktideen.

Aufgrund dieser rasant zunehmenden Herausforderungen, knapper Ressourcen und enger Zeitpläne greifen Biotech Unternehmen, Start-Ups und Spin-Offs zunehmend auf Unternehmensberater zurück.

Hier sehen wir als COA Consulting unseren Schwerpunkt: Beratung und tatkräftige Unterstützung von Unternehmen, Technologietransferstellen und Investoren aus den Bereichen Life Science, Biotechnologie, Medizin, Pharma und Chemie bei der Umsetzung ihrer Ziele.



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